Hausordnung

 

1 Allgemeines Zusammenleben

Das Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft erfordert die gegenseitige Rück-sichtnahme aller Hausbewohner. Die Hausordnung ist Bestandteil des Mietvertrages (§ 15.1) und daher von allen Hausbewohnern einzuhalten. Bei Nichtbeachtung kommt § 3.2 des Mietvertrages zur Anwendung, so dass gegebenenfalls eine fristlose Kündigung ausgesprochen wird.
Die Heimselbstverwaltung ist verantwortlich für die innerstudentischen Belange und in der Satzung der studentische Selbstverwaltung (SSV) geregelt. Konflikte zwischen den Bewohnern sollten in friedlicher Weise und im christlichen Miteinander – wie es dem Grundgedanken eines Konvikts entspricht – beigelegt werden. Die Vertreter der SSV veranstalten Voll- und Flursprecherversammlungen und nehmen an den Vor-stands- und Kuratoriumssitzungen teil. Die Mitglieder der verschiedenen studentischen Ausschüsse wie z. B. Barteam, Bibliotheks-, Film- und Gartenausschuss werden von der studentischen Vollversammlung gewählt, Flursprecher von den jeweiligen Flurgemeinschaften.

 

2 Schutz vor Lärm und allgemeiner Belästigung

1. Unbedingte Ruhe ist im Interesse aller Mieter / Mieterinnen von 13–15 Uhr und von 21–7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 23–9 Uhr einzuhalten. Das Musizieren in den Zimmern ist grundsätzlich nicht erlaubt. Hierfür sind der Musikraum und – in Aus-nahmefällen – der Barraum vorgesehen. Fernseh-, Radio- und Tonbandgeräte sowie CD-Spieler sind stets auf Zimmerlautstärke zu beschränken. Insbesondere bei ge-öffnetem Fenster oder Nutzung der Geräte im Freien dürfen die umliegenden Haus-bewohner und Nachbarn nicht gestört werden.
2. Das Benutzen der Waschmaschinen und des Wäschetrockners ist nur von 7–22 Uhr gestattet.

 

3 Sicherheit

1. Die Haustüren sind verschlossen zu halten. Hierfür ist jeder Bewohner / jede Be-wohnerin, der / die das Haus betritt bzw. verlässt, verantwortlich.
2. Haus- und Hofeingänge, Treppen und Flure sind von Fahrrädern und anderen Gegen-ständen jeglicher Art freizuhalten, damit die Fluchtwege nicht versperrt sind.
3. Leicht entzündliche Gegenstände und Flüssigkeiten sowie Gasbehälter dürfen aus Gründen des Brandschutzes nicht in Fluren und Kellern aufbewahrt werden.
4. Das Betreten des Daches ist dem Mieter / der Mieterin bzw. einer von ihm / ihr be-auftragten Person nicht gestattet. Zur fachgemäßen Anbringung von Außenantennen bedarf es der vorherigen Genehmigung des Vermieters.
5. Das Aufstellen von zusätzlichen Heizkörpern ist untersagt.
6. In den Zimmern dürfen keine Elektrogeräte wie z. B. Kühlschränke, Reiskocher, Mikrowellengeräte, Wasserkocher und Elektro-Herde benutzt werden. Offene Flammenherde sind ebenfalls untersagt.

 

4 Reinigung

1. Haus und Grundstück, sowie das gemietete Zimmer sind sauber zu halten. Zum Zimmer gehören auch die Türen und die Fenster, die sowohl von innen als auch von außen zu reinigen sind. Selbst verursachte Verunreinigungen sind unverzüglich zu be-seitigen.
2. Die in den Küchen befindlichen Haushaltsgeräte sowie Kühlschränke, Backöfen und Mikrowellengeräte sind nach dem Gebrauch durch den Mieter / die Mieterin zu reinigen. Die Arbeitsflächen und Tische in den Küchen und den Aufenthaltsräumen sind ebenfalls regelmäßig zu säubern.
3. Abfall darf nur in die dafür vorgesehenen Müllbehälter gefüllt werden. Es ist darauf zu achten, den Abfall sachgemäß in Papier-, Grüner-Punkt- und Restmüll zu trennen. Bei unsachgemäßer Mülltrennung werden dem Mieter / der Mieterin die Kosten einer Sonderabfuhr in Rechnung gestellt. Das Abladen von Müll neben den Containern ist nicht gestattet.
4. Waschküche und Trockenraum stehen zur allgemeinen Benutzung in den in 2.1 ge-nannten Zeiten zur Verfügung. Die Geräte sind sorgsam zu behandeln und rein zu halten.
5. Wäsche darf nur im Trockenkeller oder im Garten (Wäschespinnen) getrocknet werden. In allen anderen Räumen (Zimmern, Aufenthaltsräumen und Fluren) ist dies wegen der Gefahr von Schimmelbildung untersagt.
6. Besonders im Bad ist auf Hygiene zu achten. Die Duschen und Toiletten sind nach dem Gebrauch zu reinigen, Haare aus dem Abfluss der Dusche zu entfernen. Das Rauchen im Bad ist verboten. In die Toiletten, Urinale und Waschbecken dürfen keine Haus- und Küchenabfälle wie z. B. Windeln, Zigaretten, Binden, Kondome, Schreib-papier, Zeitungen etc. geworfen werden.
7. Das Zimmer ist täglich – auch in der kalten Jahreszeit – ausreichend zu lüften. Ein Auskühlen des Zimmers ist dabei zu vermeiden. Zum Flur hin darf das Zimmer nicht gelüftet werden.

 

5 Untervermietung

Eine Untervermietung ist ausschließlich nach Absprache mit der Verwaltung möglich.

 

6 Gastregelung

Der Mieter / die Mieterin darf einen persönlichen Gast in seinem Zimmer bis zu sie-ben Tage mit wohnen lassen. Vom 8. Tag bis zum 14. Tag ist jeder Gast bei der Ver-waltung anzumelden und eine Kostenpauschale in Höhe von 2,- € pro Tag zu entrich-ten. Nach dem 14. Tag ist eine Gastbelegung nur in besonderen Ausnahmefällen nach Absprache mit der Hausverwaltung möglich.

 

7 Zimmerwechsel während der Mietzeit

Für Zimmerwechsel innerhalb des Konvikts ist eine Bearbeitungsgebühr von 25,- € zu entrichten.

 

8 Einzug und Auszug

1. Ein- und Auszüge erfolgen grundsätzlich nur in den Bürozeiten der Verwaltung, Auszüge spätestens am ersten Werktag eines Monats. Der genaue Auszugstermin ist der Verwaltung frühzeitig mitzuteilen, spätestens sieben Tage zuvor.
2. Beim Einzug wird ein Übergabeprotokoll erstellt, in dem der Zustand und die Ein-richtung des Zimmers festgehalten werden.
3. Bis spätestens 14 Tage vor dem angestrebten Auszugstermin vereinbart der Mieter / die Mieterin einen Termin für die Vorübergabe. Hierbei werden eventuelle Mängel gemäß § 8 und § 14 des Mietvertrages (Reparaturen, Malerarbeiten und Reinigungsauflagen) protokolliert sowie der Termin für die Endabnahme vereinbart.
4. Die Endabnahme erfolgt spätestens am letzten Werktag vor dem Auszug und wird ebenfalls im Übergabeprotokoll festgehalten. Sind zu diesem Termin die be-anstandeten Mängel der Vorübergabe gar nicht oder nicht sachgemäß behoben, werden sie durch beauftragte Fachfirmen auf Kosten des Mieters / der Mieterin reguliert.
5. Nach der Abnahme des Zimmers / des Appartements erfolgt die Rückgabe der Haus- und Briefkastenschlüssel sowie sonstiger im Besitz des Mieters / der Mieterin befindlichen Schlüssel, welche dem Haus gehören. Bei Nichtherausgabe oder bei Verlust der Schlüssel trägt der Mieter / die Mieterin alle anfallenden Kosten für den Aus-tausch der Schlösser und die Anschaffungskosten der neuen Schlüssel.
6. Nach ordnungsgemäßer Rückgabe des Zimmers bzw. Appartements erfolgt die Her-ausgabe der Kaution durch die Verwaltung. Bei einer nicht ordnungsgemäßen Rück-gabe des Zimmers verfällt die Kaution an das Konvikt.
7. Weitere entstehende Kosten (Mietausfall) gehen ebenfalls zu Lasten des Mieters / der Mieterin.

Stand: Oktober 2011